Zielsetzung: 100%ige Versorgungssicherheit

Gegenwärtig deckt Wien Energie mit Strom aus eigenen Kraftwerken, erneuerbaren Energieträgern und bestehenden Strombezugsrechten rund 50 % des Strombedarfs im Großraum Wien. Der Rest wird auf dem internationalen Strommarkt zugekauft. Doch das Ziel lautet klar, die Eigenerzeugung weiter zu erhöhen, um den kontinuierlich steigenden Energiebedarf letztendlich zu 100 % aus eigener Kraft abzudecken. Diese Strategie ist in den letzten Jahren konsequent verfolgt worden:

  • Ausbau der eigenen Erzeugungskapazität

    Den größten Schritt in diese Richtung stellt das Projekt „Repowering Simmering 1“ mit einem Investitionsvolumen von rund 300 Mio. EUR dar. Die Umwandlung in eine der effizientesten und umweltfreundlichsten Kraftwerksanlagen Europas ermöglicht Wien Energie ab 2009 eine Eigenerzeugungsquote von rund 75 %.

  • Absicherung der Primärenergiebeschaffung

    Wien Energie betreibt seine thermischen Kraftwerke überwiegend mit Erdgas, dem umweltfreundlichsten fossilen Brennstoff. Die spärlichen Gasvorkommen Österreichs machen das Unternehmen von Importen abhängig. Um langfristig eine sichere Versorgung zu gewährleisten, hat Wien Energie einerseits bindende Verträge bis 2027 abgeschlossen und andererseits mit e&t und EconGas wettbewerbsfähige Beschaffungsgesellschaften etabliert.

  • Verstärkter Einsatz erneuerbarer Energieträger

    Der Ausbau erneuerbarer Energieträger verringert die Abhängigkeit von Importen. Dabei setzt Wien Energie mit Wasserkraftwerken, Windparks, Solarzellenanlagen und Biomasse-Kraftwerken auf die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten.

Bild: Dipl -Ing . Friedrich Pink, Geschäftsführer.
  • Erneuerung der Netzinfrastruktur

    Langfristige Versorgungssicherheit setzt auch eine permanente Instandhaltung bzw. Modernisierung der bestehenden Netzinfrastruktur voraus. Wien Energie investiert jährlich über 100 Mio. EUR in Umspannwerke, Trafostationen, Kabellegungen, Zähler und IT-Systeme.

    Jüngste Beispiele: Am 26.6.2008 gingen im Umspannwerk Heiligenstadt die neuen Umspanner und der erste Abschnitt der neuen 10-kV-Schaltanlage in Betrieb. Und am 6.10.2008 nahm das rundum erneuerte Umspannwerk Simmering seine Arbeit auf; der wichtige Netzknoten, eine der größten 110-kV-Schaltanlagen Europas, verteilt die Energie vom Kraftwerk in das Wiener Stromnetz.

    Auch die Umspannwerke Leopoldstadt, Kendlerstraße (im 16. Wiener Bezirk) und Gerasdorf werden derzeit komplett modernisiert; die Fertigstellungen sind für 2010 geplant.

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