Mit 1. Jänner 2009 trat der Vorsitzende des Vorstandes und Vorstandsmitglied der Wiener Stadtwerke Holding AG, Dr. Felix Joklik, in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Karriere ist eine Erfolgsstory, die untrennbar mit der Geschichte der Wiener Stadtwerke verbunden ist. Schließlich hat Dr. Joklik sein ganzes Berufsleben – mehr als vier Jahrzehnte – lang dem Konzern die Treue gehalten und in dieser Zeit seine Entwicklung entscheidend (mit-)geprägt.
Felix Joklik wurde am 20. Juli 1944 in Wien geboren. Nach der Matura begann er an der Universität Wien das Studium der Rechtswissenschaften, das er am 22. Dezember 1967 mit der Promotion zum Doktor der Rechte beendete. In der Zeit zwischen Februar 1968 und Februar 1969 absolvierte er als Rechtspraktikant das sogenannte Gerichtsjahr.
Am 1. März 1969 trat Dr. Joklik in den Dienst der Wiener Stadtwerke Verkehrsbetriebe ein. Fast könnte man hier von einer Familientradition sprechen, war doch bereits sein Vater als Werksdirektor im Gaswerk Simmering tätig und hatte ab 1945 in dieser Position maßgeblich am Wiederaufbau der Gasversorgung in Wien mitgewirkt.
Dr. Joklik startete seine Karriere zunächst als rechtskundiger Bediensteter in der Personalabteilung. Dann stieg Joklik Schritt für Schritt auf der Karriereleiter empor. Im Jänner 1976 wechselte er in die zentrale Rechtsabteilung der Wiener Stadtwerke; bereits ein Jahr später erfolgte die Bestellung zum stellvertretenden Leiter der Personalabteilung der Verkehrsbetriebe. 1983 betraute die Konzernführung Dr. Joklik mit der Leitung der Personalabteilung, im September 1990 wurde er zum Personalgruppenleiter ernannt.
Seine profunden Unternehmenskenntnisse, seine außergewöhnliche fachliche Kompetenz sowie seine jahrzehntelangen reichen Erfahrungen waren ausschlaggebend dafür, dass Dr. Joklik am 6. Juni 1990 zum Mitglied des Direktionsausschusses der Wiener Stadtwerke Verkehrsbetriebe bestellt wurde, wo er an allen richtungweisenden unternehmerischen Entscheidungen mitwirkte.
Mit 1. April 1993 ernannte ihn der damalige Bürgermeister Dr. Helmut Zilk zum Leiter der Personalsektion der Generaldirektion der Wiener Stadtwerke – ein weit reichendes Aufgabengebiet, das Dr. Joklik mit vollem Engagement in Angriff nahm. Er zeichnete primär für die Koordination der Personalpolitik des gesamten Unternehmens Wiener Stadtwerke, für die Behandlung von grundsätzlichen Agenden betreffend Dienst- und Besoldungsrecht sowie für Fragen der Schulung und Personalentwicklung verantwortlich.
1998 wurde Joklik zum Gründungsvorstandsmitglied für den Bereich Personal und Recht ernannt. Ein Jahr später folgte die Bestellung zum Bereichsdirektor für das Personal der Wiener Stadtwerke. Dank seines überaus großen Verhandlungsgeschicks konnte nach rund zwei Jahren intensiver Vertragsverhandlungen Mitte 2001 ein eigener Kollektivvertrag der Wiener Stadtwerke zum Abschluss gebracht werden. Dr. Joklik gelang es vorzüglich, in dem für die Wiener Stadtwerke bislang vollkommenen Neuland des privaten Arbeitsrechts Rahmenbedingungen vorzugeben, die es einem nun in der Marktwirtschaft stehenden Konzern ermöglichten, wirtschaftlich erfolgreich zu agieren.
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