Die Ökologie zählt neben Ökonomie und Gesellschaft zu den Säulen der Nachhaltigkeit. Der nachhaltige Ausbau und Erhalt der für die Region Wien essentiellen Infrastruktur in den Bereichen Energie, Verkehr und Bestattung ist integraler Bestandteil der Strategie des Wiener Stadtwerke-Konzerns. Ein auf Konzern- und Unternehmensebene institutionalisierter Nachhaltigkeitsprozess gewährleistet, dass die in einem eigenen Nachhaltigkeitsprogramm formulierten Maßnahmen und Ziele unter anderem zur Steigerung der Energieeffizienz, des Klimaschutzes und der Luftreinhaltung beitragen. Nachstehend werden exemplarische Projekte angeführt, die diese Ausrichtung belegen:
Die Kraftwerke von Wienstrom werden ausschließlich mit Erdgas befeuert. Dazu kommen zusätzliche Einsparungen durch den Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung. Das „repowerte“ Kraftwerk Simmering 1 leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu den im Klimaschutzprogramm der Stadt Wien angestrebten Zielen betreffend CO2-Emissionsreduktion.
Fernwärme Wien setzt mit dem Projekt Fernkälte in der Spittelau neue Maßstäbe. Die Kältemaschinen in der Spittelau mit insgesamt 17 Megawatt Leistung nutzen die bei der Abfallverwertung entstehende Energie optimal und kühlen damit Wasser, das über Fernkälteleitungen an die Kunden geliefert wird. Für die ab 2009 erfolgende Versorgung des AKH Wien mit Fernkälte aus der Kältezentrale Spittelau und die damit verbundene Einsparung an CO2 durch den Ersatz der herkömmlichen strombetriebenen Kältemaschinen hat Fernwärme Wien im Februar den Umweltpreis der Stadt Wien erhalten.
Wien Energie Gasnetz hat die Altlastensanierung an den Standorten Simmering und Leopoldau weitergeführt und wird dies auch im kommenden Jahr tun.
Indem Wien Energie Stromnetz die Strategie eines hohen unterirdischen Verkabelungsgrades aktiv verfolgt, trägt das Unternehmen zu einer nachhaltigen Verbesserung des Stadt- und Landschaftsbildes im Versorgungsgebiet bei. Das Stromnetz von Wien Energie ist heute rund 22.000 Kilometer lang. Der überaus hohe Anteil an Erdkabeln stellt auch ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Versorgungssicherheit dar, da witterungsbedingte Störungen so weitgehend ausgeschlossen sind.
Im Rahmen der EnergieAllianz Austria beliefert Wien Energie Vertrieb Haushalte, Landwirte und Gewerbebetriebe im Ballungsraum Wien ausschließlich mit ökologisch einwandfreiem Strom.
Aufgrund des hohen ÖPNV-Anteils in Wien leisten die Wiener Linien einen beachtlichen Beitrag zum Umweltschutz und zur guten Luftqualität in Wien. Die Wiener Linien sind darüber hinaus bestrebt, zusätzliche Maßnahmen betreffend Umweltschutz zu ergreifen. So wurde das integrierte Qualitätsmanagement-System QSU (Qualität – Sicherheit – Umwelt) erfolgreich weiter geführt. Die entsprechenden Zertifikate nach ÖNORM EN 13816 (Dienstleistungsqualität im ÖPV) sowie nach ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme) und OHSAS 18001 (Arbeitsschutzmanagementsysteme) erhielten die Wiener Linien bereits im Jahr 2007.
Seit Jahren werden am Wiener Zentralfriedhof so genannte Elektrokonduktwagen eingesetzt, womit der CO2-Ausstoß des Fuhrparks der Bestattung Wien GmbH wesentlich verringert wird.
Auch bei den verwendeten Särgen kommt eine verantwortungsvolle Umweltpolitik zum Einsatz. So werden umweltfreundliche Wasserlacke und keine Tropenhölzer bei der Produktion verwendet. Diese Aspekte sind insofern bedeutsam, als die Bestattung Wien GmbH jährlich rund 16.000 Särge benötigt.
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