Zur qualitativen Verbesserung und Absicherung der Energie- und Verkehrsnetze des Wiener Stadtwerke-Konzerns sind laufend Investitionen notwendig. Die überdurchschnittlich langen Lebenszyklen und relativ hohen Anschaffungskosten dieser Anlagen verlangen eine verantwortungsbewusste Planung sowie unternehmerischen Weitblick hinsichtlich der Veränderung der Marktverhältnisse und Kundenansprüche. Die Wiener Stadtwerke werden in ihrem Investitionsverhalten diesen Ansprüchen gerecht.
IN MIO. EUR |
2007 |
2008 |
± |
± % |
|
Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände |
14,3 |
19,8 |
5,5 |
38,5 |
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Investitionen in Sachanlagen |
826,9 |
748,0 |
-78,9 |
-9,5 |
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Investitionen in Finanzanlagen |
197,3 |
288,4 |
91,1 |
46,2 |
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Summe Investitionen |
1.038,5 |
1.056,2 |
17,7 |
1,7 |
In Summe belief sich das Investitionsvolumen des Wiener Stadtwerke-Konzerns im Jahr 2008 auf 1.056,2 Mio. EUR. Damit liegt die Gesamtposition um 1,7 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Der Rückgang im Bereich der Sachanlageinvestitionen um 9,5 % auf 748 Mio. EUR ist vor allem darin begründet, dass die Investitionen des Energiebereichs im Jahr 2007 einen historischen Höchststand markiert hatten. Grund hierfür waren der Ausbau und die Modernisierung des Kraftwerks Simmering 1, die sich 2007 im Investbereich am stärksten niederschlugen. Im Unternehmensbereich Verkehr standen Investitionen in den Ausbau der U-Bahn sowie in den Fuhrpark im Mittelpunkt.
Der Anstieg der Finanzanlageinvestitionen resultiert unter anderem aus dem Ankauf von weiteren Verbund-Anteilen und der Einbringung der Friedhöfe Wien. Außerdem ist in den Investitionen eine Umgliederung von Wertpapieren des Umlaufvermögens in die Position Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 86,2 Mio. enthalten.
Die hohe Investitionstätigkeit des Wiener Stadtwerke-Konzerns zieht erhebliche gesamtwirtschaftliche Effekte nach sich: Zahlreiche, vor allem im Großraum Wien ansässige Unternehmen der Bauwirtschaft (Hoch-, Tief-, Straßen- und Tunnelbau), der Elektro- und Fahrzeugindustrie, aber auch der Stahl-, Holzverarbeitungs- und Kunststoffindustrie profitieren von den Aufträgen. Die Wiener Stadtwerke sichern daher über ihre Investitionen eine beachtliche Anzahl von Arbeitsplätzen.
Da die Abschreibungsaufwendungen erst mit der Inbetriebnahme des jeweiligen Anlagevermögens einsetzen und die zugrunde liegenden Nutzungsdauern aufgrund der Natur der Vermögensgegenstände oft über Jahrzehnte laufen, wird sich der Anstieg der Investitionstätigkeit erst in den Folgejahren aufwandseitig niederschlagen. Diesen Grundsätzen folgend weist die nachstehende Abbildung für das Geschäftsjahr 2008 einen im Vergleich zum Vorjahr in etwa konstanten Abschreibungsaufwand von rund 469 Mio. EUR aus.
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