Brief des Vorstands

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SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN!

Ein ereignisreiches Jahr 2008 liegt hinter uns. Die Wiener Stadtwerke haben die diversen Herausforderungen, darunter das besondere Ereignis Fußball-Europameisterschaft in Österreich, trotz schwieriger werdender Rahmenbedingungen gut gemeistert.

POSITIVE ERGEBNISSE IN SCHWIERIGEM UMFELD

So sind die wirtschaftlichen Ergebnisse des Jahres 2008 als positiv zu beurteilen, auch wenn wir uns dem negativen Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen nicht vollständig entziehen konnten. Im Energiebereich haben die Wiener Stadtwerke ihre Umsatzerlöse um mehr als 15 % gesteigert und einen Jahresüberschuss von rund 78 Mio. EUR erzielt. Im Verkehrsbereich beendeten wir das Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 7 %. Der Gesamtkonzern weist eine Umsatzsteigerung von mehr als 15 % auf. Somit betrug der Gesamtumsatz 2.768 Mio. EUR, was unsere Position als einer der wirtschaftlich bedeutendsten Konzerne Österreichs unterstreicht.

Die weltweite Finanzkrise mit ihren gravierenden Auswirkungen auf die realwirtschaftliche Gesamtsituation hat aber auch bei den Wiener Stadtwerken Spuren im Finanzergebnis hinterlassen. Sie schlagen sich auch im Konzernjahresüberschuss nieder, der mit 9,6 Mio. EUR um 15 Mio. EUR unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre (2003–2007) liegt. Positiv ist hingegen anzumerken, dass eine deutliche Verbesserung beim Betriebsergebnis erreicht werden konnte und auch das Konzerneigenkapital in diesem schwierigen Jahr um 186 Mio. EUR auf 4.909 Mio. EUR gestiegen ist. Mit einer Eigenkapitalquote von rund 40 % verfügt der Konzern über ein sehr stabiles Fundament.

WICHTIGE AUFGABEN HERVORRAGEND GEMEISTERT

Eine große Herausforderung für unseren Konzern stellte im Berichtsjahr die Fußball-Europameisterschaft UEFA EURO 2008TM dar. Die Wiener Linien konnten bei diesem Anlass ihre Leistungsfähigkeit und Kompetenz beweisen und haben – dank der neuen U2 zum Stadion – den Besucheransturm problemlos bewältigt. Die Wiener Linien transportieren durchschnittlich 2 Millionen Fahrgäste pro Tag – während der EURO 2008 waren es bis zu 800.000 mehr pro Tag. 2008 haben die Wiener Linien erstmals mehr als 800 Mio. Fahrgäste befördert – ein Rekord, auf den wir stolz sein können.

Die Einbindung der Friedhöfe Wien in den Stadtwerke-Konzern war eine weitere große Aufgabe, die wir bestens gemeistert haben. Per 1.1.2008 wurde die Friedhöfe Wien GmbH, die rund 540.000 Grabstellen auf 46 Friedhöfen in Wien mit mehr als 400 MitarbeiternInnen betreut, übernommen. Alle notwendigen Maßnahmen zur Vollintegration konnten im Laufe des Geschäftsjahres abgeschlossen werden. In einem nächsten Schritt wird ein neuer, gemeinsamer Standort entwickelt und bis 2011 realisiert. Davon erwarten wir uns weitere Synergieeffekte.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des abgelaufenen Jahres war die Forcierung unserer Expansionsstrategie im Ausland. Hier wurden im Bereich der Stromerzeugung vor allem Projekte ausgewählt, die den erneuerbaren Energien im Bereich Wind und Wasser zuzurechnen sind. Der geographische Schwerpunkt lag insbesondere auf Ost- und Südosteuropa sowie auf dem Balkan.

VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND

In der Konzernleitung gab es 2008 bedeutende Veränderungen: Der bisherige Vorstandsvorsitzende, Generaldirektor Dr. Felix Joklik, trat mit Wirkung zum 1.1.2009 in den wohlverdienten Ruhestand. An seiner Stelle leitet nun seine bisherige Stellvertreterin, Dr. Gabriele Payr, gemeinsam mit ihren VorstandskollegInnen den Konzern. Als neues Vorstandsmitglied konnten wir Dr. Gabriele Domschitz begrüßen.

 

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